Eine Sandfilteranlage ist eine praktische und umweltverträgliche Möglichkeit, um immer für sauberes Wasser und hygienische Zustände im heimischen Pool zu sorgen.

Allerdings müssen Sie einige Dinge beachten, damit die Filteranlage mit Sand auch ordnungsgemäß ihrer Arbeit nachgehen und ihre volle Leistung erbringen kann. Wir erklären Ihnen nicht nur, wie Sie Ihre Sandfilteranlage anschließen, sondern auch worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Sandfilteranlage anschließen – So wird’s gemacht!

Schritt für Schritt Anleitung: Sandfilteranlage anschließen

Generell sei vorweggesagt, dass der Aufbau und damit auch die Montage einer Sandfilteranlage von Modell zu Modell etwas abweichend vonstattengehen können.

Hier gehts zu den Sandfilteranlage Anleitungen

Somit ersetzt unserer Anleitung leider nicht den Blick in die beiliegende Anleitung, um auf Nummer sicher zu gehen und den genauen Ablauf und Aufbau abzuklären. Wir zeigen Ihnen aber, wie Sie generell beim Anschließen einer Sandfilteranlage vorgehen sollten und was hierbei zu beachten ist.

Sandfilteranlage anschließen – Der Aufbau

Der genaue Aufbau beim Sandfilteranlage anschließen hängt vor allem davon ab, ob die Sandfilterpumpe Ihrer Sandfilteranlage selbstansaugend ist. Ist dies der Fall, kann sie oberhalb des Wasserspiegels aufgestellt werden.

Ansonsten muss diese (samt Wasserauslassventil) unterhalb des Wasserniveaus positioniert werden, damit das Wasser automatisch nachfließen kann. Ansonsten ist der Aufbau generell ähnlich. Vom Pool führt ein Schlauch (wenn vorhanden) zur Pumpe und dann zum Sandfilter (oft ist dies aber ein Gerät) oder (bei der Variante ohne Pumpe) direkt zum Sandfilter.

In diesem wird das Wasser durch den Sand gereinigt, bevor es wieder über einen Schlauch und das Einlassventil zurück in den Pool gelangt – dann frisch gereinigt.

Zur Position des Wasserauslassventils im Pool hatten wir ja bereits kurz etwas gesagt, wollen nun aber noch genauer hierauf eingehen. Wird das Wasser über einen Schlauch und eine Pumpe abgepumpt, kann dieser auch von oben ins Becken eingelassen werden. In diesem Fall sollten Sie ein Rückschlagventil in die Zuleitung einbauen. Verzichten Sie hingegen auf den Einsatz einer Pumpe (spart Strom und ist leiser, aber nicht so effektiv), muss der Auslass unterhalb der Wasseroberfläche liegen.

Gleiches gilt auch für den Standort des Sandfilters und das Einlassventil, da Wasser bekanntermaßen nicht den Berg hinauf fließt. Aber auch bei der Variante mit Pumpe ist das Aufstellen der Filteranlage an einem niedrigen Ort von Vorteil.

Denn je weniger Förderhöhe die Pumpe überwinden muss, desto höher ist die Umwälzleistung der Sandfilteranlage – und damit auch ihre Reinigungsleistung.

Der Standort der Filteranlage sollte zudem am besten maximal drei Meter von dem Becken entfernt aufgestellt werden. Je weiter die Sandfilteranlage vom Becken entfernt ist, desto höher ist der Druckverlust. Achten Sie zudem darauf, dass der Standort schattig und gut belüftet ist. Denn zum einen verhindern Sie so das Bilden von Kondenswasser, welches Schäden an der Pumpe und / oder der Elektrik herbeiführen kann.

Und zum anderen sollte die Temperatur nicht zu hoch sein (unter 40° C), da dies das Entstehen von Keimen im Sand begünstigt.

Sandfilteranlage anschließen – Der Anschluss

Montieren Sie beim Sandfilteranlage anschließen im ersten Schritt alle Schlauchtüllen oder Fittings an den entsprechenden Anschlüssen der Pumpe und des Filterkessels. Hierbei sollten Sie die Gewinde mit Teflonband umwickeln, um diese anzudichten.

Dann schließen Sie die einzelnen Schläuche an. Das Ende des vom Pool kommenden Schlauches wird in der vorgesehenen Muffe des Skimmers montiert. Das gleiche machen Sie mit dem Schlauch zum Pool, der am Ausgangsventil des Filters angebracht wird.

Ziehen Sie alle Schlauchschellen so fest, dass der Schlauch fest sitzt. Übertreiben Sie es aber nicht, um die Muffen (vor allem, wenn diese aus Plastik sind) oder den Schlauch nicht zu beschädigen.

Nachdem alle Verbindungsschläuche und Dichtungen angebracht sind, ist das Einfüllen des Sandes in den Filterkessel an der Reihe. Hierfür empfiehlt sich Quarzsand. Auch das Einfüllen kann auf recht unterschiedliche Art und Weise passieren und hängt von der Art des Filterkessels sowie dem Hersteller ab. Decken Sie hierbei offene Rohrenden innerhalb des Filtergehäuses ab, damit dort kein Filtersand hineingelangen kann.

Die Füllmenge des Sandes im Kessel ist ebenfalls modellabhängig. Füllen Sie zu wenig Sand hinein, verringern Sie die Reinigungsleistung. Füllen Sie hingegen zu viel Sand in die Filteranlage, laufen Sie Gefahr, dass überschüssiger Sand in den Pool gespült wird und zudem ein zu hoher Druck im Kessel der Filteranlage herrscht. Dies führt wiederum zu einem höheren Verschleiß und damit einer geringeren Lebensdauer.

Einige Hersteller empfehlen zudem, vor dem Einschütten des Sandes den Filterbehälter mit einer bestimmten Menge Wasser zu füllen, damit der Filterbehälter beim Einfüllen des Sandes nicht beschädigt wird.

Kontrollieren Sie anschließend, ob die Feinfilter am Ausgang des Filters fest verschraubt sind.

Die Inbetriebnahme

Bevor Sie die Sandfilteranlage das erste Mal in Betrieb nehmen, füllen Sie die Vorfilter der Anlage mit Wasser, damit die Filterpumpe nicht trocken läuft. Anschließend wird die Pumpe mit dem Stromnetz verbunden. Verwenden Sie hierbei einen Fehlerstromschutzschalter.

Den notwendigen Nennfehlerstrom entnehmen Sie dem beiliegenden Handbuch der Anlage. Beachten Sie bitte, dass derartige Anschlüsse nicht von Laien, sondern ausschließlich von Elektrikern durchgeführt werden dürfen. Kommt es zu einem Schaden, reguliert Ihre Versicherung den Schaden in der Regel nicht, wenn Sie nicht nachweisen können, dass das Gerät von einer hierfür ausgebildeten Fachkraft angeschlossen wurde.

Haben Sie den Filter mit neuem Quarzsand gefüllt, muss dieser erst durch eine Rückspülung gereinigt werden. Hierbei säubern Sie den Sand von Staub und anderen Verschmutzungen, ohne dass dieser ins Wasserbecken gerät. Es kann hierbei einige Minuten dauern, bis das Wasser aus dem Pool durch den Filter drückt.

Nach dem Rückspülen stellen Sie dann noch für kurze Zeit die Funktion „Nachspülen“ ein (wenn Ihre Anlage diese Funktion aufweist). Nach diesem Schritt ist der Filter dann betriebsbereit für den ersten „richtigen“ Testlauf. Der Wahlhebel am Ventil steht hierbei auf „Filtern“.

Achten Sie beim Umschalten des Wegeventils darauf, dass die Pumpe ausgeschaltet ist, damit es durch den sonst kurzzeitig komplett blockierenden Pumpenauslass nicht zu einer Druckspitze und daraus eventuell resultierenden Beschädigungen der Filteranlage kommt.

Kontrollieren Sie als finalen Schritt des Sandfilteranlage anschließen alle Verbindungen und Schläuche auf den Austritt von Wasser, um Leckagen auszuschließend. Sollten Sie irgendwo Wasser entdecken, das dort nicht hingehört, gilt es das Leck aufzuspüren.

Oft ist es eine nicht ganz festgezogene oder richtig abgedichtete Schlauchschelle. Sobald Sie alles kontrolliert haben, ist Ihre neue Sandfilteranlage fertig angeschlossen und kann nun ihren Dienst tun, um für sauberes und hygienisches Wasser ohne Chemikalienbelastung in Ihrem Pool zu sorgen.

Wie Sie sehen, ist das Sandfilteranlage anschließen also gar nicht so schwierig…

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Einen wichtigen Tipp wollen wir Ihnen zusätzlich noch zum Kauf einer neuen Sandfilteranlage an die Hand geben. Nur wenn diese die passende Größe zu Ihrem Pool hat, kann sie auch vernünftig arbeiten.

Die Faustregel ist, dass die komplette Füllung eines Pools bei einer maximalen Laufzeit von etwa 8 Stunden von der Filteranlage ein bis eineinhalb Mal pro Tag gereinigt werden sollte. Dann ist die Filteranlage ausreichend dimensioniert, um das Wasser in einer angemessenen Zeit komplett zu reinigen.

Bringen Sie also das Volumen Ihres Pools bzw. Schwimmbeckens in Erfahrung, z. B. aus der beiliegenden Anleitung. Diese dort angegebene Literanzahl sollte die Filteranlage samt integrierter Pumpe innerhalb der genannten Zeit problemlos reinigen können.

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