Jeder Pool hat eine Filteranlage. Diese sorgt dafür, dass keine Fremdkörper, wie Insekten, Algenzellen oder Bakterien, ins Poolwasser gelangen, die nicht nur das Wasser trüben, sondern auch den Badespaß.

Schnell kann es durch verunreinigtes Poolwasser zu Krankheiten kommen. Eine Filteranlage ist deshalb in Pools unerlässlich. Am haufigsten kommt hier eine Sandfilteranlage zum Einsatz.

Eine Sandfilteranlage arbeitet bekanntlich mit Filtersand. Dieser muss regelmäßig getauscht werden.

Wir klären daher für Sie in diesem Artikel einmal genau wie viel Sand Sie in eine Sandfilteranlage einfüllen müssen.

Tipp: Anleitungen für häufige Sandfilteranlagen finden Sie hier

Was ist eine Sandfilteranlage?

Sandfilteranlagen filtern, wie der Name schon suggeriert, mit Sand.

Sand ist als Filtermedium in der Wasserreinigung schon lange bekannt und wird unter anderem sogar für die Reinigung von Leitungswasser verwendet. Die Oberflächenstruktur von Sand sorgt dafür, dass sich kleinste Teile in ihm verfangen. Das Wasser fließt durch die Filteranlage und wird somit gereinigt. Der Sand nimmt einen großen Teil der unerwünschten Dinge auf und schleust das gereinigte Wasser wieder in den Pool zurück.

Das Reinigen ist zwar nicht simpel, muss aber ab und zu erledigt werden, damit der Pool weiter benutzt werden kann.

Der Filter sollte außerdem nur gereinigt werden, wenn die Pumpe vom Pool ausgeschaltet ist. Im nächsten Zug kann man den Filter vom Filtertank lösen und das Wasser ablaufen lassen, was unter Umständen mehrere Stunden dauern kann. Anschließend muss das Ventil entfernt werden.

In der Mitte des Filters das Standrohr verstopen, damit anschließend kein Sand in den Pool gelangt. Nun kann man den Sand entfernen, am besten mit einem Nasssauger.

Anschließend den Filter gut ausspülen.

Bevor nun der neue Sand eingefüllt werden kann, muss der Tank zur Hälfte mit Wasser gefüllt werden, damit der Sand beim Einfüllen keine empfindlichen Rohre oder Leitungen beschädigt.

Das Volumen hängt stark vom Herstellermodell der Sandfilteranlage ab und sollte vorher genau recherchiert werden. Nach Hinzufügen des Sandes wird der Rest mit Wasser aufgefüllt und wieder verschraubt.

Zum Schluss muss das Ventil ungefähr zweieinhalb Minuten auf Rückspülung laufen. Dazu natürlich die Pumpe einschalten. Nach der Rückspülung muss die Pumpe allerdings wieder ausgeschaltet werden, damit das Ventil auf „filtern“ geschaltet werden kann.

Nun kann die Pumpe wieder ganz normal laufen.

Welcher Sand ist für eine Sandfilteranlage geeignet?

Die Partikel von Quarzsand haben besonders scharfe Kanten, was ihnen bei der Filterung von Wasser besonders zugute kommt. Quarzsand wird in Poolfilteranlagen besonders häufig verwendet.

Eine sinnvolle Alternative dazu stellt Zeolithsand dar. Dieser hat vulkanischen Urspruch und filtert Abfallstoffe, die durch die chemische Behandlung des Pools entstehen ebensogut weg, wie Bakterien, Schmutz und Algen.

Die dritte Art von Sand ist Glassand, der aus recyceltem Glas gewonnen wird. Dieser Sand ist besonders umweltschonend und als hervorragende Alternative zu Quarzsand zu sehen. Er kann außerdem dabei helfen, die Wasserhärte zu reduzieren.

Besonders kalkhaltiges Wasser fühlt sich im Pool nicht so schön zum Schwimmen an und neigt außerdem auch zur Verkalkung des Bassins. Glassand bindet die Kalkpartikel hervorragend.

Natürlich sollte immer nur der Filtersand verwendet werden, der für die dem Pool eigene Filteranlage ausgelegt ist. Zu feinkörniger oder zu grobkörniger Sand können fatale Folgen für die Filteranlage haben.

Wieviel Sand sollte man in eine Sandfilteranlage einfüllen?

Die Menge des im Filter benötigten Sands hängt immer von der Art der Anlage ab.

Zu wenig Sand sorgt dafür, dass die Filterleistung nicht optimal ist. Zu viel sorgt dafür, dass die Pumpe mehr Kraft aufwenden muss, um das Wasser durch die Anlage zu drücken, was einen früheren Verschleiß der Pumpe zur Folge haben kann.

Im Zweifelsfall also immer in der Bedienungsanleitung oder im Internet nachschauen, welche Menge für das Modell der Filteranlage empfohlen wird.

Tipp: Wenn Sie die Bedienungsanleitung nicht zur Hand haben oder keine passende im Netz finden, ist es bei den meisten Sandfilteranlagen so, dass der Sand bis unter die Teilung des Kessels eingefüllt werden sollte, bevor der Rest mit Wasser aufgefüllt wird.

Wie oft sollte man den Sand wechseln?

Der Sand hindert zwar den Schmutz daran, in den Pool zu fließen, fungiert aber gleichzeitig auch als Sammelbecken für ihn.

Haben die Bakterien, Algen und Insekten erst einmal eine bestimmte Konzentration erreicht, tritt die filternde Funktion der Anlage nahezu völlig außer Kraft. Dem kann man entgegen wirken, indem man den Sand regelmäßig austauscht.

Tipp: Die Dauer der Filterleistung ist jedoch relativ lang: nur ca. alle fünf Jahre muss der Sand ausgetauscht werden.

Wenn der Filtersand jedoch mit den Jahren zu sehr geglättet ist, verliert er seine Fähigkeit, Fremdkörper zu absorbieren und wird anfälliger für unangenehme Nebeneffekte, wie Kanalbildung, wobei sich das Wasser einen Weg durch die einzelnen Sandkörner bahnt und ungefiltert zurückfließen kann. Das ist jedoch relativ leicht festzustellen: wird das Wasser im Pool immer trüber, ist es höchste Zeit, den Filter zu reinigen.

Sandfilteranlagen sind für jeden modernen Pool essenziell, der zum Baden einladend aussehen soll. Durch seine einzigartigen Eigenschaften ist der Sand ein hervorragendes Medium zum Reinigen von Wasser.

Die Sandfilteranlage sollte jedoch regelmäßig gereinigt werden. Die Reinigung ist zwar nicht einfach, aber mit entsprechender Anleitung und Geduld auch zu bewältigen. Um viele kleine Unannehmlichkeiten, wie Sand im Wasser, sollten die Anleitungen Schritt für Schritt befolgt werden.

Das macht den Austausch zwar aufwendig, aber dafür ist man anschließend immerhin bereit für ganze fünf Badesaisons hintereinander!

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